Brunn am Gebirge, am 23-12-2010

Herbergsuche

Blog 2010 / 12 - 1

Hallo; nun lest Ihr das letzte Mal in diesem Jahr einen Bericht von mir. 2010 sind viele Tiere – zurückgelassen von ihren Menschen – gekommen und viele hatten das Glück wieder in ein neues Zuhause gehen zu dürfen. Das stimmt uns „Verbliebene“ traurig, da wir noch immer auf einen guten Platz hoffen. Aber wir wissen eins genau, unsere Tierheimmenschen haben uns fest ins Herz geschlossen und sorgen sich um uns.

Nun aber Schluss mit den trüben Gedanken! Wow, nun ist der erste Schnee gefallen; da wird es Zeit – vor Allem für mich, die ich die Wärme liebe – sich ins Körbchen nahe der Heizung zu kuscheln und euch eine Weihnachtsgeschichte zu erzählen. Also hört gut zu:

Blog 2010 / 12 - 3
Blog 2010 / 12 - 2
Fays Kinderschar

Es war ein nasser, trüber Tag gewesen und langsam wurde es schon dunkel, als die Hunde ein letztes Mal vor der kommenden Nacht zum Gassi nach draußen gelassen wurden. Da wir ja viele sind, waren alle Wiesenabschnitte mit einer anderen Hundegruppe besetzt. Ganz vorne am Zaun tobten Fays Kinderschar – übrigens eine lustige und übermütige Horde. Plötzlich während des Spiels war das Bellen gar nicht mehr so freundlich; nun dachte man zunächst an einen Passanten, der stehen geblieben war, um die kleine Meute zu bewundern, da alle sich beim Zaun versammelt hatten. Nur wollt das Bellen einfach kein Ende nehmen und war bald so wild, dass schließlich doch unsere Menschen Nachschau hielten. Zunächst konnte man glauben, dass sich die kleine Schar um einen dunklen „Fetzen“ balgte. Bei näherem Hinsehen jedoch sah man eine leichte, kaum wahrnehmbare Bewegung. Dort lag doch tatsächlich zusammengekauert, nur flach atmend ein schwarzes Etwas – ein verletzter Marder oder etwa ein Igel. Da war schnelles Handeln angesagt, bevor die halbwüchsigen Rangen auf dumme Ideen gekommen wären. Erst als Ruhe eingekehrt war, konnte man sehen, dass das zitternde, dunkle Etwas kein verirrtes Wildtier war, sondern eine Katze. Verängstigt lag sie regungslos und wartete ergeben auf das Kommende.  Da hatte doch tatsächlich jemand seine Katze über den Zaun geworfen ohne die geringsten Skrupel, dass auf der andern Seite die Hunde waren! Mein Gott, das hätte böse ausgehen können!

Blog 2010 / 12 - 5
Kassandra heute
Blog 2010 / 12 - 4
Kassandra nach ihrer Rettung

Ja Leute, so kam Kassandra zu uns; der Name stammt übrigens von der Tierärztin, die ihr spontan diesen Namen gegeben hat. Aber  Kassandra ist weit davon entfernt eine „echte Kassandra“ zu sein. Sie ist eine ganz Nette, und das sage ich, die ich ja mit Katzen eher wenig am Hut habe - außer vielleicht…. na, ihr wisst schon. Die Menschen mögen sie und preisen geradezu wie anschmiegsam sie ist. Zwar ist sie schüchtern, aber wer kann ihr das verdenken nach dem was sie erlebt hat.

Mit dieser kleinen Weihnachtsstory verabschiede ich mich von Euch und wünsche Euch ein friedvolles Fest. Denkt ein bisschen an uns und vielleicht entscheidet sich der eine oder andere doch unseren Vereins zu fördern.

Im Übrigen nun hat uns schon wieder jemand seine Katze in der Katzenbox trotz Kälte in der Nacht vor die Tür gestellt!!

Bis ins Neue Jahr also

Eure Jenny und einige ihrer 4pfötigen Freunde:

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